die arbeit als wolke

November 22, 2010

wunderbares programm um schnell aus einem text eine wolke zu machen. Wordle: reformpädagogosche Social Web Schule

präsentation der arbeit

Oktober 27, 2010

in dieser prezi findet sich ein guter überblick über die idee der reformpädagogischen social web schule und was dahinter steckt. erläuterungen gerne und immer. brauche auch nur 20 minuten dafür – aber das ist halt dann schon sehr flott ;-).

Die Reformpädagogische Social Web Schule

Oktober 27, 2010

Social Web Angebote prägen den Alltag von SchülerInnen, finden sich aber nur bedingt im Alltag der Regelschule wieder. Die in dieser Arbeit beschriebene „reformpädagogische Social Web Schule“ bietet einen Lösungsansatz dafür. Es wird ein Überblick über reformpädagogische Modelle, Instructional Design Theorien und Social Web Angeboten gegeben. Aus den Erkenntnissen wird das Modell einer reformpädagogischen Social Web Schule inklusive methodischer Ansätze entwickelt. Auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche werden reformpädagogische Ideen anhand von fünf Dimensionen analysiert und so strukturiert, um sie zu einem gemeinsamen Modell zusammenzufassen.

Anhand von vier Dimensionen wird ein Überblick über Instructional Design Theorien gegeben. Durch einen Cluster wird ein Modell entwickelt, das verdeutlicht, in welchen Bereichen welche Lerntheorien bzw. Lernmethoden zum Einsatz kommen können, um den Lernerfolg optimal zu unterstützen. Unter Einbeziehung dieser Erkenntnisse wird ein Leitfaden für den Aufbau einer Unterrichtseinheit erstellt. Der Überblick über das Social Web liefert die Grundlage für methodische reformpädagogische Ansätze im Unterricht, die in dieser Arbeit entwickelt wurden. Aus diesen Erkenntnissen wird das Modell einer reformpädagogischen Schule entwickelt, welches als Grundlage für die Gestaltung modernen Unterrichts unter Einbeziehung der Lebenswelten junger Menschen dienen kann.

Reformpädagogik

Oktober 27, 2010

Im Zuge dieser Arbeit werden unterschiedliche reformpädagogische Konzepte auf Basis von fünf Dimensionen (Ziel, Rolle, Entwicklung, Organisation und Methode) analysiert, um so ein strukturiertes Bild der einzelnen Konzepte zu erhalten. Es geht ganz bewusst nicht darum, ein umfassendes Bild der einzelnen reformpädagogischen Richtungen zu zeichnen. Die pädagogischen Ansätze werden auf die wesentlichen Aspekte der einzelnen Dimensionen reduziert. Dadurch wird es möglich, Rückschlüsse für die praktische Arbeit zu ziehen und Parallelen zwischen den VertreterInnen aufzuzeigen.

Reformpädagogische Ansätze können als Grundlage für modernen Unterricht, der neue Technologien wie Angebote des Social Webs inkludiert, dienen. Sie bieten in allen fünf Dimensionen wesentliche Impulse. Es geht um einen flexiblen Rahmen, in dem individuelle Angebote entwickelt werden. Diese müssen immer an den SchülerInnen und den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen orientiert sein. Diese Angebote sind Teil einer vorbereiteten Umgebung, um so eigenständiges, freies und kooperatives Lernen zu ermöglichen. Durch einen entsprechenden Methodenmix und durch Methodenvielfalt werden alle Sinne angesprochen, um ganzheitlich und durch Erfahrung zu lernen.

Ziel des Unterrichts ist die optimale Vorbereitung auf die Anforderungen des (Arbeits-)lebens, um SchülerInnen zu aktiven, eigenständigen und selbstbestimmten Persönlichkeiten in einer demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft zu machen. LehrerInnen und SchülerInnen sind PartnerInnen, die einander mit Respekt begegnen. Unterricht muss an der Entwicklung der Kinder orientiert sein. Eine Schule, die sich als Ort des Lebens begreift, benötigt entsprechende Strukturen. Jahrgangsübergreifende altersheterogene Klassen werden eingeführt. Klassenräume werden zu Facharbeitsräumen umgestaltet, die von den SchülerInnen aufgesucht werden. Um eine aktive Schulgemeinschaft zu ermöglichen, werden SchülerInnen und Eltern in die Gestaltung des Schulalltags eingebunden. Die LehrerInnenkonferenz dient zum pädagogischen Austausch und so zur Weiterentwicklung der eigenen Angebote. Jede Methode, die im Unterricht eingesetzt wird, muss verschiedene Sinne, die Muskeln (Körper), den Intellekt (Geist) und das soziale Gefühl (Emotion) ansprechen, um den Lernstoff zu erleben und zu erfassen. Die außerschulische Welt der SchülerInnen wird in den Unterricht einbezogen, um Interesse zu wecken. Durch Wiederholung wird der Lerninhalt gefestigt. Durch den offenen Unterricht wird zeitunabhängiges, individuelles Lernen ermöglicht. Fehler werden als Chance, daraus zu lernen, begriffen. Selbstbeurteilung, kooperative Korrektur durch die SchülerInnen, Feedback, Lernfortschrittgraphen, Abschlussdiplome und Berichte für Eltern und SchülerInnen ersetzen die klassische Leistungsbeurteilung.

Instructional Design

Oktober 27, 2010

Ziel von allen Instructional Design Modellen ist es, auf Basis von Lerntheorien, Lernen zu unterstützen. Um dies zu erreichen, bedienen sie sich, je nach Lerninhalt, der Eigenschaften des Lernenden und des Lernziels, verschiedener Ansätze aus den unterschiedlichen Theorien und Modellen. Diese Theorien und Modelle werden in dieser Arbeit auf vier Dimensionen (Lerntheorien, Lernmethoden, Lerntypen und System/Struktur) reduziert, die die Basis für die Konstruktion von gelungenen Instructional Designs darstellen. Zentrum jeder Methode ist die Idee für eine Unterrichtseinheit oder Methode, die auf Basis der vier Dimensionen zu einem didaktischen Angebot wird.

Viele Ansätze aus den vier Dimensionen des Instructional-Designs können bei der Gestaltung modernen Unterrichts mit Social Web Angeboten herangezogen werden. Zum Teil überschneiden sich die Erkenntnisse mit reformpädagogischen Ideen, oder sie liefern die wissenschaftliche Grundlage für die zuvor entwickelten praktischen Modelle.

Um Rückschlüsse für den Einsatz für den Unterricht mit Social Web Anwendungen zu erlangen, werden die verschiedenen Lerntheorien und Lernmethoden auf Basis der Lernzieltaxonomien von Bloom analysiert. Auf Basis dieser Analyse lässt sich feststellen, dass für den Einsatz von Social Web Anwendungen im Unterricht Wissensvermittlung eher mit Hilfe von konstruktivistischen und konnektivistischen Ansätzen stattfinden kann. Für den Einsatz im Unterricht mit Social Web Angeboten erscheinen kooperative und kollaborative Ansätze des Lernens am sinnvollsten. Basis dafür ist selbstorganisiertes Lernen. Lernen findet ortsunabhängig (Weblog und Wiki) und in unterschiedlichen Gruppen (klassenintern, klassenübergreifend, schulintern und schulextern) statt. Ziel ist es, Lernen zu lernen und den Weg zu Wissen zu vermitteln. Die verschiedenen Definitionen von Lerntypen liefern einen Leitfaden, um Stärken und Schwächen von SchülerInnen bei der Wissensaufnahme zu erfassen. Grob können sie in an der Verarbeitung von Wissen orientierte und auf den Wahrnehmungskanal fokussierte Ansätze zusammengefasst werden. Auf Basis der beschriebenen Instructional Design Ansätze lässt sich ein Leitfaden für die Gestaltung einer Unterrichtseinheit mit Social Web Angeboten ableiten. Dieser bildet einen strukturellen Rahmen für die systematische Planung und Vorbereitung. Der Aufbau des Unterrichts orientiert sich am dramaturgischen Spannungsbogen nach Aristoteles. Am Beginn steht eine Einführungsphase mit einem Höhepunkt in der Arbeitsphase und am Schluss eine Reflexionsphase zur Nachbearbeitung und Vertiefung.

Social Web

Oktober 27, 2010

Das Social Web bietet die unterschiedlichsten Angebote und Möglichkeiten für den Einsatz im Unterricht. Diese umfassen virtuelle Lösungen der Kommunikation, des kollaborativen Arbeitens oder des individuellen Recherchierens. Sie stellen aber auch Anknüpfungspunkte zum realen Leben (IRL) her. Betrachtet man die Angebote des Social Web, so lässt sich erkennen, dass diese eher kollaboratives und kooperatives Lernen unterstützen. Auf Basis des Dreieckmodells von Ebersbach, Glaser und Heigl (2008) lässt sich eine Organisationsform für den Unterricht ableiten, die das reale Umfeld (den Klassenraum) im Sinne des Blended Learning miteinbezieht. Das Social Web wird für das kollaborative und kooperative Erarbeiten von Inhalten mit Hilfe von Wikis und Blogs, zur Beziehungspflege durch Social Networks, für die Dokumentation von Informationen und Wissen mit Social Bookmarks und Blogs und zur gegenseitigen Information durch Social Sharing (Fotos, Videos), Blogs und Social Networks verwendet. Um Dinge zu erleben, finden Teile des Unterrichts im realen Umfeld der Schule statt. Die Klasse dient als Diskussions- und Kommunikationsort, zur Beziehungspflege und für unterschiedliche Projekte. Die reale Bibliothek ergänzt das Wissen des Internets und unterstützt bei der Überprüfung von Quellen. Exkursionen unterstützen Inhalte durch das direkte Erleben. Das Social Web und die reale Welt ergänzen einander und nehmen aufeinander Bezug.

Reformpädagogische Social Web Schule

Oktober 27, 2010

Um Unterricht mit Hilfe von Social Web Angeboten zu gestalten, muss eine entsprechende, vorbereitete Umgebung auf Grundlage der fünf Dimensionen der Reformpädagogik geschaffen werden. Diese stellt die Basis für individuelle Unterrichtseinheiten dar und gibt der reformpädagogischen Social Web Schule einen strukturellen Rahmen. Es handelt sich um eine konstante, aber flexible Umgebung, die es ermöglicht, unterschiedliche Elemente daraus zu verwenden, um mit diesen variable, am Kinde orientierte, Unterrichtseinheiten zu gestalten. Das Modell stellt einen Leitfaden dar, der der jeweiligen Situation angepasst werden muss.

Ziel des Unterrichts ist es, eigenständige, selbstbestimmte Menschen bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Es geht darum, Wege zum Wissen zu vermitteln und SchülerInnen beizubringen, Quellen zu überprüfen.

Die Aufgabe der LehrerInnen ist es, optimale und motivierende Bedingungen für SchülerInnen zu schaffen, damit diese selbstständig und in Gruppen arbeiten können. Die Unterstützung der Lernenden beginnt mit der Vermittlung von Wissen und wandelt sich kontinuierlich zu einer begleitenden, unterstützenden Rolle der LehrerInnen. Unterricht muss an die Entwicklung der SchülerInnen angepasst werden.

In der reformpädagogischen Social Web Schule sind die Stundeneinteilung und der starre Fächerkanon aufgehoben. Der Unterricht findet im Rahmen der fünf Bildungsbereiche „Sprache und Kommunikation“, „Mensch und Gesellschaft“, „Natur und Technik“, „Kreativität und Gestaltung“ und „Gesundheit und Bewegung“ statt. SchülerInnen werden in altersheterogenen, jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet.

Die reformpädagogische Social Web Schule bietet eine unterstützende Struktur an Social Web Anwendungen, um die einzelnen Bereiche des Unterrichts, aber auch das Schulleben und die Schulgemeinschaft zu unterstützen. In diesem Rahmen können verschiedene methodische Ansätze verwirklicht werden. Das angebotene System ist nur von berechtigten UserInnen abrufbar und ermöglicht so einen vorerst geschützten Umgang in einer geschlossenen Umgebung. Der Einsatz und die Nutzung von externen Anwendungen werden im Schulalltag, etwa für Recherchezwecke, kontinuierlich gesteigert.

Durch dieses vernetzte System steht den SchülerInnen eine stetig wachsende Wissensbasis zur Verfügung, auf die sie zurückgreifen können.

Auf Basis der in dieser Arbeit beschriebenen Ansätze lassen sich an den SchülerInnen orientierte Pensen entwickeln. Je nach Ausgangslage kann aus den verschiedenen, in dieser Arbeit beschriebenen Ansätzen und Methoden ein Pensum erstellt werden, das einen reformpädagogischen Unterricht unter Einbeziehung von Social Web Angeboten ermöglicht.

Realutopie

April 28, 2010

bernd schorb fasst in seinem buch „Medienalltag und Handlung“ einen spannenden gedanken zusammen, der sich aus meiner sicht auch auf die reformpädagogInnen bezieht.

„Könnten sich mit der Technik auch die Gesellschaft und mit der Gesellschaft auch die Pädagogik und mit der Pädagogik sogar die pädagogischen Einrichtungen weiterentwickeln, so käme man der Realutopie, die schon so viele Pädagogen in der Provinz erträumt haben, ein Stück näher: dem Lernen in Selbstbestimmung und in Verantwortung vor sich und der Gesellschaft.“

Wo sich Reformpädagogik wiederfindet?

April 5, 2010

Reformpädagogische Konzepte finden sich zu Beginn des 20. Jahrhundert in vielen Ländern. Die starke und differnzierte Bewegung in Deutschland brachte mit der Landerziehungsheimpädagogik und ihren unterschiedlichen VertreterInnen, dem Jena-Plan Peter Petersen, der Waldorfschule Rudolf Steiners unterschiedliche Konzepte hervor. In Österreich leistete die Schönbrunner Schule einen wichtigen Beitrag. In den USA entwickelte Helen Parkhurst den Dalton-Plan und John Dewey lieferte wichtige theoretische Grundlagen. Mit Célestin Freinet stellte Frankreich einen wichtigen Vertreter, in Spanien entwickelte Francisci Ferrers die Moderne Schule oder in Russland entwickelte Leo Tolstoi neue pädagogische Modelle. Maria Montessori entwickelte mit ihrem Modell einen wesentlichen Beitrag in Italien. Auch in England oder Indien wurden Modelle entwickelt und etabliert. Es zeigt sich also, dass die reformpädagogische Bewegung eine internationale war, die sich darüber hinaus auch ständig austauschte. So hatte Freinet Kontakt mit deutschen Reformpädagogen, Helen Parkhurst korrespondierte mit Maria Montessori und Peter Pertsen benannte seinen Jena Plan in Anlehnung an den Dalton Plan.

kinder begleiten

Januar 24, 2010

der reformpädagogik wird allgemeinhin vorgeworfen, die kinder nicht zu erziehen, sie alleine zu lassen und somit weder wissen noch „benehmen“ zu vermitteln. diesem vorwurf treten die verschiedensten vertreterInnen der reformpädagogischen bewegung immer wieder entschieden entgegen. denn wissensvermittlung und erziehung zu selbständigen menschen sind zentrale und wichtige kernpunkte. das kind steht im mittelpunkt. nicht der stoff oder der lehrer. das selbstständige, durch die/den lehrerIn begleitete lernen ist zentral. aber die/der lehrerIn hatr eine zentrale aufgabe: die der/des begleiterin/begleiters um eiterzuhelfen, zu unterstützen und zu vermitteln.

„Bildung, im engeren Sinne, vollzieht sich als ein Prozeß fordauernder Auseinandersetzung des Kindes […] mit den Kulturgütern seiner Umgebung, ihre Inhalte teils fruchtbar verarbeitend, teils ablehnend, niemals zu einem Abschluss gelangend.“(1)

und ergäzend von goethe zum thema – auch im sinne der reformierten pädagogik:

„Weise Männer lassen den Knaben unter der Hand dasjenige finden, was ihm gemäß ist; sie verkürzen die Umwege, durch welche der Mensch von seiner Bestimmung, nur allzu gefällig, abirren mag.“

spannend ist in diesem zusammenhang, dass gerade die „traditionelle“ pädagogik des regelschulwesens in bezug auf neue medien – insbesondere auf angebote des internet – das macht was sie der reformpädagogik vorwirft (auch wenn diese vorwürfe nicht haltbar sind – wienoch ausgeführt werden wird): sie überlässt die kinder mit diesen medien alleine ohne ihnen anleitung und hilfestellung zu geben um sich in dieser virtuellen welt zurecht zu finden.

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(1) Geheeb, Edith und Geheeb Paul (1925): Odenwaldschule. Darmstadt o.J.